Über den Verein

Verein zur Wahrung und Förderung des Gesamtwerks von Carl Andersen e. V.

 

Einen Tag nach der Gedenkfeier für Carl Andersen, der plötzlich und unerwartet vierundfünfzigjährig im August 2012 verstarb, gründeten einige seiner Freunde und Kollegen am 21. Oktober 2012 in Berlin den Verein.

Gründungsmitglieder warenErwin Leder, Vorsitzender; Anneliese Holles, stellvertretende Vorsitzende; Phil Hill, Kassier; Andreas Lenzmann, Schriftführer;Manfred Büchler, Jana Czernutzky, Mark Anthony Collinson, Marian Dora, Jörg Fügmann, Peter Hodina, Albert Kittler, Malga Kubiak, Herbert Laschet, Sven Löser, Martin Nechvatal, Klaus Redlich, Daniela Schwarz, Colin Shepard, Michael Sittner, Jan Peter Sonntag und Barbara Vielhauer.

Anlass der Vereinsgründung

waren jahrelange Zusammenarbeit und daraus resultierende innige Freundschaften mit Kolleg_innen zusammen mit den Umständen seines tragischen plötzlichen Todes. Sein Vater, einziger gesetzlicher Erbe, welcher ausfindig gemacht werden konnte, lehnte die Erbschaft ab und veranlasste kommentarlos die Überführung von Carl Andersen nach Wien und dessen anonyme Beerdigung dort. Somit drohte Carl Andersen und sein Werk in Vergessenheit zu geraten und zudem Zweckentfremdungen anheim zu fallen.

C. Andersen hinterließ u. a. siebzehn Filme und litt in der Zeit vor seinem Ableben, wie er selbst schrieb, sehr darunter, dass einige seiner Filme auf ihm unerklärliche Weise als DVD´s erschienen und unter der Hand verkauft wurden. Wie unsere Mitglieder Marian Dora und Albert Kittler berichteten, stellte C. Andersen vor seinem Tode, um sich finanziell in den grünen Bereich zu bringen, eine Collage aus den Filmen „Mondo Weirdo“, „I Was A Teenage Zabbadoing“ und „Vom Luxus der Liebe“ her. Sie sollte zusammen mit Ausschnitten aus „Killing Mom“ und „Eiszeit“ als „red band trailer“ an verschiedene in Frage kommende Label gesandt werden, da er diese Filme zu seinen visuell stärksten Filmen zählte. Trotz zahlreicher Interessensbekundungen erlangte dieses Angebot jedoch kein Feedback für eine DVD-Veröffentlichung.
Auch plante Andersen damals ein „Remake“ zu Mondo Weirdo und sandte A. Kittler und M. Doran vor seinem Tod das Konzept zu mit der Bitte, es zu überarbeiten.
Zudem arbeitete er bis zu seinem Tode an der Herstellung seines nächsten Films „Obsession: 25 Bilder pro Sekunde“, welchen er nicht vollenden konnte: er war über seinem Schnittcomputer entschlafen.

Der Zweck des Vereins bestimmte sich somit in der Förderung von Kunst und Kultur, insbes. im § 2 dessen Satzung, um neben einer Verhinderung illegaler und/oder zweckentfremdeter Werks-Veröffentlichungen das Gesamterbe Carl Andersens nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihm auch weiterhin ein Forum zu verschaffen, mit allen Facetten, die ihn als Filmemacher, Autor, Herausgeber, Kritiker, Mentor und Mensch auszeichneten.
Erwin Leder